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Dossier Luis Negrón van Grieken — Medienkünstlerische Praxis seit 2002 · 2026

Dossier Luis Negrón van Grieken — Medienkünstlerische Praxis seit 2002

135 Arbeiten aus über zwei Jahrzehnten Live-Cinema, Installation und kuratorischer Praxis lassen sich nicht in einem chronologischen Grid erschließen, ohne ihre inhaltlichen Verbindungen zu verlieren — das Archiv brauchte eigene, dem Werk entsprechende Navigationsformen statt Standard-Filterlisten. Zugleich sollten digitale Arbeiten erstmals direkt verkaufbar werden, ohne DRM-Reibung oder Drittplattform.

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Ausgangslage / Problem

135 Projekte aus über zwei Jahrzehnten Praxis — Live-Cinema, mediale Szenografie, Installation, Sound Art, Lehraufträge, kuratorische Arbeit — lagen ohne gemeinsame Struktur vor. Ein klassisches Portfolio-Grid mit Jahr-/Format-Filtern hätte funktioniert, aber genau das verfehlt, was diese Praxis auszeichnet: die inhaltlichen, oft assoziativen Verbindungen zwischen Arbeiten aus völlig unterschiedlichen Jahren und Kontexten. Die Navigation selbst musste eine künstlerische Aussage sein, kein neutrales Interface-Muster.

Zusätzlich sollten digitale Arbeiten erstmals direkt verkaufbar werden — ohne DRM-Reibung, ohne Drittplattform, ohne dass der Verkauf sich wie ein Fremdkörper im kuratorischen Auftritt anfühlt.

Rolle

creative Director · UX Designer · Frontend-Entwicklung · Konzept

02

Meine Rolle / Beitrag

Konzept, UX-Design und Creative Direction — mit Umsetzung als Frontend-Entwicklung:

  • Archipel / VideoCompass — Navigation als Kompass: für die Videoarbeiten keine Playlist, sondern eine begehbare Themenebene. Jedes Video bekommt aus Titel- und Venue-Keywords eine Position auf einer toroidalen Fläche zwischen zwei poetischen Achsen — Licht ↔ Schatten (vertikal), Klang ↔ Bewegung (horizontal). Navigiert wird per Pfeiltasten/Touch wie mit einem Kompass; die Fläche ist randlos (rechts raus = links wieder rein), sodass es kein „Ende" des Archivs gibt, nur Richtungen. Die eigene Position ist als Koordinate teilbar — ein Link führt genau an den Punkt zurück, an dem man stand
  • Constellation-Graph — Navigation als Netzwerk: komplementär dazu ein force-directed Graph aller 135 Projekte über ein hand-kuratiertes 18-Konzept-Vokabular (Content-Achse, unabhängig von Format/Jahr definiert, indem alle 135 Werkbeschreibungen in einer Session gelesen und mit 2–5 Konzepten pro Projekt getaggt wurden). Hover/Tap isoliert ein thematisches Cluster, ein zweiter Tap öffnet das Projekt — Explorieren vor Auswählen
  • Verkauf als dritte Bewegung: aus beiden Explorationswegen heraus direkt kaufbar. Digitale Editionen über Stripe-Checkout; statt Kopierschutz ein personalisiertes Wasserzeichen (Name – E-Mail – Datum), das erst im Browser der Käuferin auf das PDF kommt — der Schutz liegt in der Zuschreibung, nicht in der Restriktion. Ergänzt um einen sichtbar gestalteten Promo-Code-Weg für kuratierte Freigaben (Presse, Kolleg:innen), mit Per-E-Mail-Limit statt anonymem Rabattcode
  • Physische Originale: bewusst kein Einheits-Checkout — Bücher direkt kaufbar, Originale ab 1.800 € über ein „Preis auf Anfrage"-Gespräch statt Impulskauf-Button
  • Zweisprachigkeit: EN/ES über geteilte Page-Templates, damit auch die Konzept-Gedichte und -Beschreibungen je Sprache eine eigene Stimme behalten, statt eine Übersetzungsschicht über eine fixe Struktur zu legen
03

Lösung / Ergebnis

Zwei eigenständige Navigationssprachen für ein Archiv, das sich nicht in Kategorien erschöpft — und ein Verkauf, der aus der Exploration selbst entsteht, statt sie zu unterbrechen.

  • /archipel/: Videoarbeiten als begehbare Kompassfläche statt Liste — die Reise durch das Archiv wird selbst zur Erfahrung
  • /constellation/: das gesamte Werk als ein einziger, explorierbarer Beziehungsraum — Konzepte als Hubs, Projekte als Knoten
  • Editionsshop mit vollständigem Kauf-zu-Download-Flow, an dem der Wasserzeichen-Schritt genauso für zahlende Käufer:innen wie für Promo-Code-Einlösende greift
  • Physische Editionen über zwei der jeweiligen Preisklasse angemessene Kaufmodi
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Impact / Mehrwert

  • Navigation als Werkaussage: zwei eigens entworfene Explorationsformen (Kompass, Konstellation) statt geliehener E-Commerce-Patterns — das Durchstöbern des Archivs vermittelt selbst etwas über die künstlerische Haltung dahinter
  • Latente Verbindungen sichtbar gemacht: das 18-Konzept-Vokabular und der Constellation-Graph legen inhaltliche Bezüge zwischen Arbeiten offen, die rein formal oder chronologisch nie nebeneinander aufgetaucht wären
  • Verkauf ohne Bruch im Erlebnis: digitale Editionen erstmals direkt verkäuflich, mit Schutz durch Personalisierung statt DRM — der Kauf fühlt sich als Fortsetzung der Exploration an, nicht als Fremdkörper
  • Kuratierbare Reichweite: Promo-Code-System erlaubt gezielte Freigaben (Presse, Netzwerk) mit klaren Grenzen, statt offenem Rabattcode
  • Internationale Reichweite: zweisprachiger Auftritt (EN/ES), der auch die poetischen Texte der Konzeptebene mitträgt, nicht nur die UI-Strings

Zeitraum

2026

Rolle

creative Director · UX Designer · Frontend-Entwicklung · Konzept

Skills

JavaScript · Player-Interfaces · React · d3-force · pdf-lib · Astro · Firebase Functions · Stripe API · Konzept · UX Design · System Architect · Navigation · Kultur · Referenz · B2C

Nächster Schritt

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